40 Jahre Eingemeindung

Protestfahrt durch Göggingen
Protestfahrt durch Göggingen

Vor 40 Jahren schnappte sich Augsburg im Zuge der Gebietsreform zwei südlich angrenzende Städte und zwei Gemeinden: Haunstetten als größten Brocken, dazu das gerade mal drei Jahre zuvor zur Stadt erhobene Göggingen. Ebenfalls dran glauben musste Inningen, dem sich einen Tag zuvor Bergheim freiwillig angeschlossen hatte – lieber Stadt als Wald-Einöde. Dr. Heinz Münzenrieder, zur Zeit der Eingemeindung städtische rechte Hand von Bürgermeister Mögele in Göggingen, später Stadtdirektor in Augsburg hatte zum Vortrag geladen: Blick zurück ohne Zorn.
Die anwesenden Gäste waren zum größten Teil „Sellzogne“, also geborene Gögginger. Junge Leute, Schüler und Schülerinnen suchte man vergeblich. Auch die Familienväter und -mütter machten sich rar. Obwohl Münzenrieder bekanntermaßen auch solch heiße Eisen gut verdaulich serviert, scheint das Thema „gegessen“. 40 Jahre sind eine lange Zeit, eine Zeit, die „Wunden heilt“, so welche entstanden waren. Viele waren damals gegen eine Eingemeindung, schwarze Fahnen wurden am Rathaus gehisst. Aber auch diese „Rebellen“ müssen in der Zwischenzeit zugeben, dass nicht alles schlechter geworden ist, dass die Stadt alle Verträge eingehalten hat. Und hinter vorgehaltener Hand wird vielleicht sogar ein kleines Lob ausgesprochen …
Die jüngeren und die Neuzugezogenen kennen Göggingen nur als Stadtteil von Augsburg. Und zwar als einen, der bei allen rankings oben auf steht und mit dem Parktheater – ehemals Hessings Kurhaustheater – einen Trumpf ausspielen kann, den andere Stadtteile nicht haben. Und um den sie die Gögginger beneiden. Na dann – freuen wir uns über schöne Parks und nette Menschen, denen wir dort begegnen.

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